Feuerland, Punta Arenas + Bilder

Mal wieder hangelten wir uns von Tankstelle zu Tankstelle weiter. Diesmal in Richtung Feuerland. Von Punta Delgada setzten wir über nach Feuerland, eine Insel und zugleich der südlichste Teil Südamerikas. Nächstes Ziel war Povenir. Die größte chilenische Stadt Feuerlands. Auf dem Weg dorthin ist kurz beschrieben: Nichts. Endlose Steppen. Eine schnurgerade Straße die nicht enden will und hier und da Guacanos.

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im Nichts…

Da fällt mir ein, da war doch was: Eine Baustelle. Ein Bauarbeiter der den Verkehr regelte hielt uns an und plapperte uns mal wieder wild auf Spanisch zu. Als wir zu Wort kamen und unser “No habla espanol” loswurden, sagte er “Ahaaa!”…Er schien zu verstehen. Dachten wir. Dann ging es wieder ´los und er plapperte ununterbrochen weiter auf Spanisch auf uns ein…Es fällt wirklich schwer da Ernst zu bleiben. Naja, nach ca 1h war genug gewartet – meinte zumindest der Chilene und lies uns weiterfahren.

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Was ein Job: Den ganzen Tag im Nichts stehen und alle Stunde die Kelle drehen.

Von Povenir ging es weiter mit der Fähre nach Punta Arenas. 2,5 h dauerte die Überfahrt. Abgesehen von ein paar Delphinen war nicht viel zu sehen außer Meer soweit das Auge reicht. Und Sonne. Schön.

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Etwas außerhalb von Punta Arenas feierten wir Silvester mit einem vorzüglichen Menu

Vorspeise: Frischer Lachs mit gemischtem Salat
Hauptspeise: Individuelle Tortelini Kreationen (mit natürlich selbst gemachtem Nudelteig) dazu ein argentinischer Rotwein (einer der Besten)
Nachspeise (sehr viel später): Moschd :-)

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Volker beim Nudelteig machen: Ein Schlückchen Wasser dazu…

Das Ganze zubereitet an einem lauschigen Plätzchen direkt am Meer. Wir waren nicht ganz allein. Eine chilenische Familie hatte sich ein Stück weg von uns niedergelassen. Sie rockten den ganzen Abend zu wilder Musik ab (von Volksmusik, über Rock, Popp bis zu Elektro war alles dabei) bis ins neue Jahr. Um zwölf Uhr führte dann ein Chilene einen kleinen Feuertanz mit einer rießen Fackel auf und danach gings weiter…. So feiern die Chilenen also Silvester. Dachten wir

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Unser Lauschiges Silvester Plätzchen (2014)

Der Morgen danach: alles andere als ein gewöhnlicher Silvester-Morgen. Die Chilenen legten erst richtig los mit Feiern……der komplette Platz füllte sich. Ein Smoker nach dem anderen wurde ausgeladen. Wir kamen uns vor als wären wir mitten auf dem leeren Canstatter Wasen und das Volksfest wird um uns rum aufgebaut. Und so war es dann auch. Aber seht selbst….ein Klick auf das Bild öffnet die Bildergallerie.

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Unser Lauschiges Silvester Plätzchen (2015): Der Blick aus unserem Schlafzimmer…die Show ging los…man beachte den Smoker, den kleinen Pizzaofen, die Bar und vor dem Zelt zwei riesen Boxen. Später kam dann noch das Lamm aus dem Kofferraum. Das war ungefähr die Grundausstattung einer Familie. Und davon gab es sehr viele…

Wir hoffen Ihr habt schön ins neue Jahr gefeiert und wünschen Euch ein gutes neues Jahr 2015!

Liebe Grüße
Volker & Nette

4 Comments

  1. Zammal, ihr wollt jetzt ned behaupten, dass das Moooschd ischd?
    Wenn ja, macht euch auf einen Empfangsspalier bereit… um euch zu Stiefeln!!! Jawoll.
    Wenn das Ding mehr als 46 Öchsla hat, dann isch das süßes Weiberzeug und soll euch schlimmern Magen machen! So siehts nämlich aus!
    Da täts en Hardy untern Tisch hauen und dann tät er wieder nahocken, so narred tät ihn des machen. Ach so… hmmm… :)

    Glaub i mog den Chilenen an sich, zack steht der Smoker da und es verschwindet ein ganzes Rind drin. Sympathisch. Weniger gut für das Rind, das isch klar.

  2. Wer scho auf seinen Mooschd “Real” drauf schreiben muss…tzzesss! :)

    Sehr coole Idee mit dem Nudel-Fondue. Der Teig sieht handwerklich gut aus :D.

    Nochmals frohes Neues an euch zwei.

    Viele Grüße,
    Marci

  3. Ciao Bella,
    ciao gigolo.

    Sembra grande tortelini. delizioso – delizioso – delizioso. Vuoi lavorare per me?Questi gnocchi sembrano un pugno cotoletta e dovrebbero essere maneggiati solo da FUBU maestri giapponesi.

    auf gut schwäbisch hoisst des soviel wie:

    Legg me am Soggl, au wenns koine echda schwäbischa mauldäschla send, muss mr scho saga, das die Teigmopeds gar edda so bleed oder verkehrt aussehn. Könnt mr sogar als Vollblutitaliener schwach werden. Wollt ihr mir eine Tasche aufs Maul tackern? – den rest muss ich net übersetzen – ein gewisses Italienischgrundkenntnis kann man ja wohl voraussetzen ;)

    zur Sache.
    sieht geil aus. Maultäschle (wenn selbst der Trainer schon sagt, dass es handwerklich solide aussieht gleicht das einem Ritterschlag), Moschd (haha, gut da hauts dn Hardy schomal vom Hocker, vorallem wenn dr Joggl am Stuhlbein schüttelt) und zu den grillverrückten Chilenen …seid ihr sicher, dass die echt da waren? vielleicht lags auch an der unterirdischen öxles-Zahl, dass ihr Sachen gesehn habt, die gar nicht da waren. :)

    hey: aber wenn meine Agenten mich richtig informiert haben, seid ihr schon wieder im grossen Albatros unterwegs um wieder echte Maultäschle, Moschd und Co. zu geniessen?? Hoffe ihr habt 13 Hektokilogramm feines Rind mit dabei oder einfach son AngusRind in der Gepäckaufgabe abgegeben?

    kommt gut heim. sehr geil. bin bissl neidisch!!!

    gruss aus Züri (bei den hällenger Deifele, die wo net Feiertag haben heut)
    Hardy a.k.a. Lugi

  4. :-) Hardy – allererste Sahne malwieder: Ja, wir sind jetzt auf dem Höllenritt nach Hause. Inzwischen haben wir schon ein ganzes Drittel der Heimreise geschafft – und das in fantastischen 13 Stunden. Der Flughafen in Sao Paulo ist ein Traum. Gerade hat es kurz geregnet und der Blitz hat eingeschlagen…und schon stehen die Gucchi Handtaschen, Rolex-Uhren und sonstige Luxusgüter unter Wasser. Die Brasilianer schwingen den Wischmobb und versuchen schlimmeres zu verhindern :-)

    und Jungs: Also ihr werdet doch nicht unseren Moschd kritisieren. Mooschd ist Mooschd. Ok, Trainer ich geb ja zu dass nichts über deinen/eueren Mooschd geht. Aber die Chilenen geben sich auch allergrößte Mühe.

    Was Volkers Haarpracht angeht: Ich habe das jetzt mal genauer beobachtet.
    1. Der fehlende Moschd kanns nicht sein – das habe ich ja getestet.
    2. Die Weihnachtsbaum-Nummer ist sehr kreativ – aber nicht bewiesen
    3. Die Anpassung als Überlebensschutz halte ich für sehr wahrscheinlich. Aber auch noch nicht bewiesen. Meine Theorie: Der erhöhte Fettgehalt verhindert ein Absaufen im Meer. Also beim kurzen Eintauchen um einen Lachs oder der gleichen zu Angeln (wie das ja richtige Männer machen – abgeschaut bei den Möwen und Indianern) bleibt die Haarpracht trocken. Zum Anderen hält der hohe Fettgehalt sämtliche Frauen fern, die sonst über ihn hereinfallen würden (sehr zum Vorteil für mich). Es sind also (fast) alle glücklich. Ich habe Fisch, Volker sauft nicht ab und die Frauen bleiben auch fern.

    @Sah: Also ja, manchmal war es schon ein bisschen kühl. Aber ein bisschen kühl ist besser als 40 Grad im Schatten. Was deine Strickaktionen angeht bin ich sehr stolz auf dich – und gleich diese praktische Raffinesse in der Farbwahl – sehr clever! :-) Die vorausschauende Hausfrau von heute …wir sollten auf jeden Fall demnächst unseren Seil-Management-Kurs angehen. Ich bring dir Häkeln bei und du mir Stricken. Und ja, wir sollten besonders den Ernstfall trainieren “Chaos beseitigen” – Einhändig!

    Etwas geräderte Grüße von der leicht feuchten international Area.
    Nette

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